Produktionstechnikzentrum,
Technische Universität Graz

 

Wettbewerb: 2008
Baukosten: 37.300.000 EUR
geschätzt KB 02-06
NF: 14.000 m²
NGF: 20.000 m²
BGF: 22.000 m²
BRI: 84.000 m³
Bauherr: BIG
Bundesimmobiliengesellschaft mbH
Hintere Zollamtsstraße 1
A- 1031 Wien
Statik: Dr. Burmester & K. Sellmann Ing.- Gesellschaft mbH
TGA: Planungsgruppe VA, Hannover


Projektbeschreibung:

Städtebau, Gestalt und Prägung

„Die Gasse“

Nach unserem Vorschlag für das Produktionstechnikzentrum der TU Graz sollen niedrige, kubische, kompakte Baukörper eine straff komprimierte neue städtebauliche Situation erschaffen.

Jeweils zwei gruppierte, gefugte, zu einem Gebäudewinkel gestellte Einzelhäuser sind gegeneinander verschoben und bilden entlang der Versatzachse eine schmale Gasse von Nord nach Süd.

Sie quert geradlinig in städtischer Weise von der Inffeldgasse zur neuen Straßenbahntrasse den Campus.

In ihr entfaltet sich parallel zu den internen Erschließungsachsen der Institute das studentische Leben.

Witterungsgeschützte Wege und Wege unter freiem Himmel entstehen so nebeneinander, überspannt durch Brückenstege von Haus zu Haus. In der Fußgängerperspektive weitet sich der Blick, bezieht das Innere der Gebäude mit ein, Transparenz und Offenheit lässt die Übergänge von Innen und Außen verschwimmen.

An den Kopfenden entstehen, hervorgerufen durch die Verschiebung der Schenkel, Platzsituationen mit unterschiedlicher Ausprägung.

Im Zusammenspiel der Bestandsbauten, deren Maßstab aufgegriffen und fortgeführt wird, generieren die Stirnfassaden eine differenziert unverwechselbare Gestalt des Ortes.

Die Artverwandtschaft der Gebäudequerschnitte erlaubt im Hauptbaufeld unter Ausnutzung der geringfügig abgesenkten Topografie eine gleichbleibende, ruhige, durchlaufende Attikahöhe.

Im Inneren werden die Funktionen horizontal wie vertikal straff miteinander verknüpft.

Es entstehen somit kurze Wege der gestapelten, in sich abgeschlossenen Institute mit ihren Laboren und Hallen und den zugehörigen Bürobereichen.

Kongruent auf die Bauabschnitte bezogen, sind die Institute innerhalb der einzelnen, durch Zäsuren voneinander getrennten, Kuben untergebracht, mit Querverbindungen verwoben und zueinander in Beziehung gesetzt.

Die Stirnfassaden, als Steigerung des Ausdrucks, stellen den Gebäudeschnitt ostentativ dar, imitieren seinen Charakter und machen zeichenhaft Aufbau und Struktur der Häuser deutlich.

So entstehen im A/V- Verhältnis äußerst komprimierte Baukörper, die eine optimierte Bauunterhaltung, Betreibung und günstige Herstellung erwarten lassen und aufgrund ihrer transparenten Leichtigkeit und geringen Höhe eine angenehme Studien- Atmosphäre erzeugen.

Die Bauabschnitte können ohne Funktionseinschränkungen entlang der Gasse mühelos zeitversetzt erstellt werden.

Ebenso unabhängig voneinander sind auch der Kindergarten und die Verwaltungsoption mit Nahversorgung und Cafeteria in reversibler Grundrisstypologie zu errichten.


Projekte

Büro

Bauherren

Aktuell

Wettbewerbe

Startseite

Kontakt

Impressum