Landesbibliothek, Linz

 

Wettbewerb: 2006

BGF: 9.100 m²

BRI: 50.000 m³

Kosten: 8.700.000 €

Planung: Poos Isensee Architekten BDA

Statik: Burmester & Sellmann Ing. GmbH, Garbsen

TGA: Planungsgruppe VA, Hannover

 

 

Projektbeschreibung:

Vom historischen Haupteingang der ehemaligen Studienbibliothek am Schillerpark führt die großzügige Freitreppe der weit geöffneten Eingangshalle in den überglasten Innenhof zur Drehscheibe der neuen Landesbibliothek Oberösterreich.

Ein schlanker Leseturm des Freihandbestandes überragt im Hintergrund an der Rainerstrasse das stattliche Eingangsportal am Schillerplatz und gibt der Bibliothek das Gepräge einer modernen Institution auf gewachsenem Fundament mit altehrwürdiger Tradition.

Die Insellage des Ursprungsbaukörpers wird durch die Zäsuren der Erweiterungen im Übergang zu den angrenzenden Wohnhäusern expressiv gefügt, so dass die Sonderstellung des Bibliotheksbaus im Stadtbild deutlich wird.

In extremer Haltung verdeutlicht die rigorose Vertikalität im ersten Bauabschnitt, der die gesamte geforderte Präsenzbibliothek beherbergt, die Dominanz des Neuen, während in horizontaler Lagerung die Erweiterung im zweiten Bauabschnitt die Höhenentwicklung des Altbaus an der Ederstraße strikt und in bescheidener Zurückhaltung einhält.

So bleibt der aufrechte Bücherturm im Zusammenspiel mit dem althergebrachten Bestand einziges alleingestelltes markantes Merkzeichen für die Symbolkraft, der in die Zukunft weiterentwickelten Landesbibliothek in Linz.

Landschaftsplanung

Der intime Innenhof wird zu den Nachbargärten begrenzt durch eine halbhohe Mauer und schirmt die hölzernen, über dem Boden schwebenden Plattformen des Lesedecks ab, die sich wiederum zum Innenraum der Bibliothek orientieren.

Sie überspielen die begrenzte Enge des Außenraumes, der Teil und Weiterführung der Bibliothek wird.

Bambusgräser zonieren die höhengestaffelten, von der gläsernen Schrägfassade abgelösten und durch Brückenstege verbundenen Flächen. In der Mittagssonnenzeit spendet ein Ginkgo erholsamen transparenten Schatten im Lesegarten.

Baukonstruktion

Durch Verzicht auf ein zweites Tiefgeschoss und den dadurch bedingten Wegfall zusätzlicher aufwändiger Gründungsmassnahmen stehen die an dieser Stelle eingesparten Kosten für die vollständige Realisierung der Freihandbibliothek im
1. Bauabschnitt zur Verfügung.


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