Kunsthistorisches Museum Wien
Wechselausstellungshalle (KHM Wien)

 

Wettbewerb: 2005

HNF: 1.070 m²

Bauherr und Nutzer: Kunsthistorisches Museum Wien

Planung: Architekten BDA Poos Isensee, Hannover

Statik: Dr. S. Burmester + K. Sellmann Ing., Garbsen

TGA Planungsgruppe VA, Hannover

 

Projektbeschreibung:

 

Der hermetische Kubus der Wechselaus-stellung des KHM Wien überspannt im Hochparterre in ganzer Länge den zweiten Innenhof vom Mittelrisalit bis zum Seitenrisalit am Museumsplatz.

 

Von den Hoffassaden hält er gebührenden Abstand, die Stirnseiten stoßen nahezu unsichtbar über knappe Glaszäsuren an den Innenraum des Museums an.

Von der Lichtdecke abgelöste, hohe Wandschirme bilden an den Stirnseiten jeweils einen Auftakt für den Raum, der abstrakt und auf sich bezogen nur spärliche Sichtbezüge und Querverbindungen zum Bestandsbau ermöglicht.

In seiner einfachen Fügung von Boden, Wänden und Decke erzeugt der Raum in seiner Grundform eine ruhige Eleganz, die sich abkapselt von der grandiosen Wucht des ehrwürdigen Bestandsbaus.


Mobile Stellwände ermöglichen vielfältige Raumkonstellationen für die Wechselausstellung, wobei die klassische dreiteilige Standard- Raumfolge weiter aufgegliedert oder aufgehoben werden kann.

Auf dem Dach des Kubus, im Hochparterre, ist die Cafeteria im direkten Anschluss an den oberen Umgang der Prunkstiege gelegen.

Wie ein transparenter Wintergarten, als Anex der geschlossenen Primärform des Ausstellungskubus, schräg an das mächtige Bauvolumen des Mittelrisalits angelehnt, überspannt ein leichtes Glas- Tragwerk den Besucherbereich.

 

Filigrane Lamellen in der gesamten Dachfläche öffnen sich zur Terrasse unter freiem Himmel, dreiseitig vom Figurenfries der Scheinfenster umgeben.

Die durch die neue Bezugsebene in ihren Proportionen und in der Gewichtung ihrer Skulpturen völlig verändert erscheinende Hoffassade wird auf diese Weise in den Mittelpunkt der Betrachtung gerückt, als grandiose Kulisse und zusätzliches architektonisches und bildhauerisches Exponat für das KHM aus der Nähe wahrgenommen und dadurch von der Dachterrasse, dem neuen Plastikenhof, erlebbar gemacht.

Nur die primären Funktionen treten als stille, abstrakte Gestalten in die Erscheinung und bewirken eine souveräne Ruhe und Gelassenheit des Zubaus, sie stehen im Kontrast zu dem üppigen, formalen Reichtum des Bestandes.


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